Münchhausen
Geliebt hab ich sie  fast  alle
© Willem de Haan
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Meine Reise nach Russland

Ich hatte schon früh ein Faible für das Russische Reich und besonders für seine aus Deutschland stammende Zarin. Früher war ich fasziniert von solchen starken Frauen.

Freunde hatten mir geraten, im Sommer zu reisen, aber in den Sommermonaten fand ich mich noch in meiner Heimat unentbehrlich und im Herbst regnete es wochenlang so stark, dass uns die Weser besonders hohes Hochwasser brachte und alles und jeder im Schlamm stecken blieb. Ich wartete, bis die Wege und die Felder mit hartem Schnee bedeckt und vereist waren und nahm nur leichtes Gepäck zusammengerollt und in meinen Satteltaschen mit.

Durch Reiseberichte wusste ich, dass die Wege nach Russland noch halsbrecherischer sind als die Wege der Tugend, und ich verließ mich deshalb statt auf vier Räder lieber auf ein gutes Pferd.

Ich behaupte, dass dies vielerorts die bequemste Art zu reisen ist, jedenfalls, wenn Ross und Reiter gesund sind. Wenn man auf eine Postkutsche angewiesen ist, riskiert man freilich den Verlust jeder offiziellen Sicherheit und kann sich nicht auf einen der stets liebenswürdigen und sprichwörtlich hilfsbereiten Postmeister verlassen und muss auch darauf verzichten, von einem der immer durstigen Wagenlenker mit abenteuerlichen Schenken und Herbergen bekannt gemacht zu werden.

Mein Pferd und ich kamen erfreulich voran. Manchmal nutzten wir einen zugefrorenen Flusslauf, manchmal fanden wir Wege durch dichte Wälder. Ich erinnere mich heute an keine Besonderheiten mehr, nur, dass ich in einem polnischen Dorf auf einen zerlumpten Mann stieß, der so vor Kälte zitterte, dass ich ihm, ungewollt den Heiligen Martin übertreffend, meinen ungeteilten Mantel überwerfen musste. Ich fühlte mich danach großherzig und meinte in dem Schneesturm eine himmlische Stimme zu hören: „Gut gemacht! Dafür hast du demnächst etwas gut!“ Vielleicht hatte ich deshalb oft ein fabelhaftes Glück.

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Inhalt
Am Beginn unserer Bekanntschaft
Aufbruch
Das will ich vorausschicken
Lernstunden der Liebe
Frühlingsfische
Spätes, erfreuliches Wiedersehen
Waldfee? Teufelsweib? Hexe?
Mein anderer Franziskus
Die Eroberung einer Burgherrin
Meine Reise nach Russland

Riskante Rast im Schnee
Dreiundzwanzig liebeshungrige Frauen
Hochzeitsgast in einem russischen Dorf
Endlich in St. Petersburg
Der Zarin zu Füßen
Bei Hofe knistert überall Erotik
Russische und indische Liebeskünste
Allerhöchste Schokoladengelüste
Im Hintergrund des Machtzentrums
Kaiserliche Gewinnspiele

Vertrauter und künstlerischer Berater

Wir brauchen eine Bühne und Verkleidungen
Auch ein Starker braucht Bestärkung
Un(frei)williger Kriegsheld
Tatarenleidenschaft
Beim Sultan in Konstantinopel
Ein türkisches Muss: Ein Harem für mich
Ich lebe gern mit vielen Frauen
Jeder Alltag war ein Festtag
Die Flöte des Pan
Gewöhnungsbedürftiges
Für manches weiß ich eine Lösung
Kulturaustausch mit dem Reich der Pharaonen
Im Palast des Paschas
Ägyptische Freuden und Plagen
In goldenen Käfigen
Delfine zogen mich nach Griechenland
Stille Zeit und alte Bräuche
Begegnung mit überirdischer Schönheit
In die Welt hinausgeschleudert

In weiblicher Gefangenschaft
Strafverschärfung: Lieblingsgefangener
Schöpferisches Handeln hält hellwach
Undankbare Flucht
Mediterranes Zwischenspiel
Ich erforschte den falschen Vulkan
Verblendeter und sofort bestrafter Eifer
Verlust der Erdenschwere
Auf einem andern Stern
Die Muse des Gesanges

Befreiung durch Naturgesetze
Archäologen wurden Zeugen
Eingewöhnung in irdisches Leben
Jagdverhinderung in Bayern
Im schottischen Hochmoor
Frühstück für Nessie
Eisbären sind musikalisch und tanzfreudig
Unerwartete Freuden in Polarnächten
Tigerjagd in Bengalen
Literatur als Überlebenshilfe

Nächtlicher Kampf mit Berglöwen
Liebe macht manchmal erfinderisch
Dichtertreffen
Der König mit dem Knall
Delikate Mission: Königlicher Vorkoster
…und her wider unz an Ungerland
Heilige in der Kirche, Dame im Salon und im Bett eine…
Dagmars unwiderstehliche Strategie
Mit Wanda und Ewa im Schnee
Ein erotisches Krisen-Komitee

Königlich-Niederländisches Liebesnest
Tarantella tanzen in Tarent
Irgendwo in der Südsee
Lernbereite Kannibalenkinder
Seminare unter Palmen
Manchmal hilft uns auch ein Schurke
Das Geschenk des Zauberers
An Bord eines Seeteufels
Von Bremen aus heimwärts
Hexenwerke im Harz?

Auch hierzulande gibt es Reise- Erschwernisse
Im heiligen Köln
Säulenheilige am Dom
Liebesarien
Ein Abend mit lauter Fragen
Was soll ich in Amerika?
Wiedersehen mit Mahajusha
Im Wein wird doch Wahrheit sein?
Mahajusha schenkt mir Flügel
Tiefschläge aus heiterem Himmel

Nachwort
Lesungen u. Bestellungen für Buch
und CD-Fassung

Sach-, Personen und Ortsregister
Rollentauschmöglichkeiten

Ich selbst
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